Dyskalkulie/Rechenschwäche

Diese Rechenstörung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist.


Kinder mit Dyskalkulie haben beim Erlernen mathematischer Grundfertigkeiten verschiedene Schwierigkeiten. Trotz normaler Begabung und angemessener Beschulung entwickeln sie ein mangelndes oder falsches Verständnis für Mengen, Zahlen und Rechenoperationen.

Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten (Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung).

Folgende Probleme beim Rechnen können auf eine bestehende Dyskalkulie hinweisen!

Wenn bei Ihrem  Kind eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten auftreten und bis Mitte der 1. Klasse durch die schulische Betreuung keine Besserung eintritt,  sollte eine fachliche Abklärung erfolgen.

  • Das Zählen bis 10 und umgekehrt fällt schwer
  • Schwierigkeiten, Zahlen in die richtige Reihenfolge zu bringen
  • Schon das Erfassen kleiner Mengen fällt schwer
  • Probleme bei Mengen- und Zahlenvorstellung
  • Schwierigkeiten eine bestimmte Menge einer Zahl zuzuordnen
  • Mangel im Verständnis mathematischer Ausdrücke oder Zeichen
  • Schwierigkeiten bei Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division
  • Probleme beim Erlernen und Merken des 1x1


Diagnose

Kinder, die an Dyskalkulie leiden, verlieren bald die Freude an der Mathematik. Meist liegt die Problematik schon bei sehr einfachen Rechenvorgängen.


Eine Diagnose bringt Klarheit darüber, ob es sich tatsächlich um eine Dyskalkulie/Rechenschwäche handelt und in welchen Bereichen das Kind Defizite zeigt.

Durchführung der Diagnose

  • Aufnahme- bzw. Erstgespräch mit Eltern und Kind
  • Die Diagnose wird an Hand standardisierter und normierter Tests durchgeführt
  • Testdauer: zwischen 30 und 40 Minuten
  • Nachbesprechung: Erklärung der Testergebnisse und Besprechung der Therapie
  • Vereinbarung der Therapie


Terminvereinbarung unter office@remove-this.kognito.at oder telefonisch unter +43 664 / 3515684


Therapie

Auf Grund der Diagnose von Dyskalkulie/Rechenschwäche lässt sich ein individueller Förderplan erstellen.


Der Großteil der betroffenen Kinder braucht noch Zeit um Sicherheit in der Zahlen- und Mengenvorstellung und im Zahlenraum 10 zu erlangen. Es ist wichtig, dass die Kinder nicht nur automatisiert rechnen können, sondern die Zusammenhänge in der Mathematik verstehen. Erst dann können sie wieder Neugierde und Freude an der Mathematik entwickeln.

  • Individuelle Einzelförderung: symptomorientiert
  • Förderung mit konkreten Material (Montessori und andere Materialien)
  • Ziel ist vom zählenden Rechnen zum Verstehen mathematischer Zusammenhänge zu gelangen
  • Automatisierung von Rechenstrategien
  • Stärkung des Selbstwertes
  • Arbeit an der Motivation
  • Regelmäßige Hausübungen: Umfang abgestimmt auf die jeweiligen Voraussetzungen
  • Nach Rücksprache und auf Wunsch der Eltern: Zusammenarbeit mit der Schule
  • Nach 20 Therapieeinheiten Verlaufsdiagnose und Besprechung der weiteren Vorgangsweise

An der Entstehung
einer Legasthenie ist
niemand Schuld, aber beim
Umgang mit Legasthenie
trägt jeder eine wichtige
Verantwortung

Dipl.-Psych.
Dr. Edith Klasen