Teilleistungsschwächen (TLS)

Bei Teilleistungsschwächen handelt es sich um Reizverarbeitungsprobleme im Gehirn. Reize werden von der Umwelt aufgenommen und über die verschiedensten Kanäle der Wahrnehmung über das Rückenmark ins Gehirn weitergeleitet.


Dort kann es zu Schwierigkeiten in der Weiterleitung in die Nervenzellen kommen. Die Synapsen (Nervenenden) können sich nicht verbinden und somit können einige Teilleistungen nur teilweise oder gar nicht erbracht werden. Diese neuronalen Verknüpfungen können durch verschiedene Ursachen (Unfälle, Krankheiten, Vererbung…) verhindert worden sein. Teilleistungsschwächen haben nichts mit der Intelligenz zu tun, die Verknüpfungen helfen aber die Intelligenz besser zu nutzen.


Je mehr Teilleistungsschwächen ein Kind aufweist, umso schwieriger wird es die schulischen Erwartungen zu erfüllen, da keine Kompensationsmöglichkeiten mehr bestehen. Kompensation bedeutet, dass man über andere Kanäle ausweichen kann.

Meist  treten die Probleme erst im schulischen Bereich auf und können zu verschiedenen Lernstörungen führen, unter anderem auch beim Erlernen des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens.

Es handelt sich bei diesen Teilleistungen um Vorläuferfertigkeiten, welche für den schulischen Erfolg Bedeutung haben, aber nicht zu verwechseln sind mit Legasthenie und Dyskalkulie!!

Symptome
In folgenden Bereichen könnten Schwierigkeiten auftreten:

  • Konzentration
  • Ausführen von 2 oder mehreren Aufträgen
  • Schnelles Benennen von Buchstaben,  Namen, Zahlen…
  • Das Ertasten von Gegenständen
  • Schließen von Knöpfen und Reißverschlüssen
  • Fortsetzen von Mustern
  • Abschreiben
  • Auswendiglernen (Gedichte, 1x1)
  • Raumorientierung
  • Lesetempo, Zusammenlauten
  • Heraushören von Namen, Lauten….


Diagnose

Erst eine Diagnose bringt Klarheit, worum genau es sich bei bestehenden Problemen in der Schule oder auch schon im vorschulischen Bereich handelt. 


Bei den Teilleistungsschwächen ist eine Diagnose schon mit dem Alter von 5 Jahren möglich. Dies hat auch den Vorteil, dass unter Umständen Schwierigkeiten in der Schule vorgebeugt werden kann.

In meiner Praxis wird das Testverfahren nach Dr. Manfred Biebl durchgeführt.

Folgende Bereiche werden getestet:

  • Optische Wahrnehmung
  • Akustische Wahrnehmung
  • Tastsinn
  • Körperschema
  • Raumorientierung
  • Serialität
  • Intermodalität


Terminvereinbarung unter office@remove-this.kognito.at oder telefonisch unter +43 664 / 3515684


Therapie

Durch ein dreimonatiges Training in jedem Bereich, können diese Störungen behoben werden. Das Gehirn braucht genau diese 3 Monate, um die Verknüpfungen zu entwickeln.  

 

  • Einschulung der Eltern durch den Therapeuten
  • Täglich 5-10 Minuten (wird von den Eltern durchgeführt)
  • 1x/Monat eine Kontrolle der Übungen durch Therapeuten
  • Dauer der Therapie:
    • Pro Teilleistung: 3 Monate
    • Durchschnittliche Therapiedauer: zwischen 6 und 9 Monaten

An der Entstehung
einer Legasthenie ist
niemand Schuld, aber beim
Umgang mit Legasthenie
trägt jeder eine wichtige
Verantwortung

Dipl.-Psych.
Dr. Edith Klasen