
Unter Legasthenie, Lese- Rechtschreibschwäche oder kurz LRS versteht man eine spezifische Schwäche beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens bei zumindest durchschnittlicher Intelligenz (vgl. Küspert 2004, S. 50).
Sie ist eine umschriebene und schwerwiegende Beeinträchtigung des Erlernens von Lesen und Rechtschreibung, die in Besonderheiten von Hirnfunktionen zu begründen ist.
Diese in allen Schriftsprachen vorkommende Teilleistungsstörung ist veranlagt und nicht die Folge von unzureichender Beschulung, einer Intelligenzminderung oder anderen körperlichen, neurologischen oder psychischen Erkrankungen (vgl. Warnke 2002, S. 14).
Das ICD-10, ein allumfassendes, internationales Klassifizierungsmanual für Erkrankungen, spricht von einer Beeinträchtigung der Entwicklung von Lesegenauigkeit, Leseverständnis und Rechtschreibung.