
Genetische Faktoren spielen bei der Entwicklung einer LRS wohl eine wesentliche Rolle. Der Einfluss der Vererbung ist relativ groß und es lässt sich immer wieder erkennen, dass die LRS in einzelnen Familien gehäuft und über die Generationen hinweg wiederholt überdurchschnittlich oft auftritt.
Mangelnde kognitive Lernvoraussetzungen können ebenso eine Lese- und Rechtschreibstörung verursachen (visuelle oder auditive Wahrnehmungsschwäche, Sprachentwicklungsprobleme der frühen Kindheit, defizitäres Arbeitsgedächtnis).
Von zentraler Bedeutung ist nach heutigem Stand der Wissenschaft die so genannte phonologische Defizithypothese, die davon ausgeht, dass das legasthene Kind mit phonologischen Verarbeitungsproblemen zu kämpfen hat. Es hat Schwierigkeiten, die Buchstabe-Laut-Zuordnung zu bewältigen und ist nicht oder nur bedingt fähig, einen orthographischen Wortspeicher aufzubauen.
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